|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
|
|
 |
Die ersten Franztaler Quintus sind die Brüder Mathias (F/S 050) und Jakob (F/S 051), Söhne des Jakob und der Margarethe Rauch (Weprowatz 007), die etwa 1850/51 in die im Jahre 1816 neu gegründete Gemeinde kamen. Mathias heiratet noch in Weprowatz; Jakobs Heirat, wahrscheinlich in Franztal (aber auch ein anderer Ort kann in Frage kommen), ist nicht nachgewiesen. Deshalb ist er in die Gruppe der zugezogenen Familien/Ehepaaren eingeordnet. Aus der Familie Jakob Quintus/Margarethe Rauch haben - eine echte Besonderheit - alle Söhne Weprowatz verlassen, um sich an anderen Orten anzusiedeln:
* 21.12.1823 Johann oo Zabalj Haas Eva * 02.01.1826 Matthias oo Weprowatz Krämer Veronika * 14.04.1828 Jakob oo ? Novak Katharina (F/S 051) * 05.12.1838 Nikolaus oo Kula Remlinger Eva
Zwei Söhne starben früh: * 02.04.1835 Franz † 30.04.1835 * 15.06.1836 Franz † 04.03.1843
|
 |
|
|
|
|
 |
Rund 15 Jahre später kommt Jakob (F/S 001), Sohn des Georg und der Katharina Rauch, also der Cousin (Vetter) des Mathias und des Jakob nach Franztal. Interessanterweise ist er ebenso Schuhmacher wie Mathias. Wahrscheinlich gab es damals noch sehr gute Beziehungen - und Nachrichtenwege - innerhalb der Quintus-Familien. Für die Garnison Semlin wurden sicherlich neben Bauern auch Handwerker, insbesondere auch Schuhmacher und Schneider für die Soldaten benötigt. Die Ehe Jakob Quintus/Maria Schneider im Jahre 1866 ist die erste Quintus-Heirat in Franztal/Semlin.
Auffallend ist bei den Quintus in Franztal ein ausgeprägtes Gedächtnis für historische Begebenheiten und Zusammenhänge. Man hatte ein gutes Gefühl für Zusammengehörigkeit, seine familiäre Heimat und Herkunft. Familienbeziehungen wurden mit Liebe gepflegt.
|
 |
|
|
|
 |
|
 |
|
|
|
 |
Der Hauptteil der Familiendaten stammt aus der umfangreichen Sammlung genealogischer Arbeiten von Josef Braschl, Salzburg, dem ich für die zahlreichen Quintus-Daten und Zusatzangaben, die er gern und liebenswürdig zur Verfügung stellte, viel zu danken habe. Ein weiterer großer Datenblock und unschätzbar wertvolle Informationen über das Leben in Franztal und seine Menschen stammen von Frau Eva Quintus, Kirchheim unter Teck. Als Zeitzeugin gehört sie zur letzten Erlebnisgeneration des untergegangenen deutschen Franztal.
|
 |
|