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Eine kleine Auswahl
Außer den Orten, in denen sich Quintus-Familien ansiedelten und Nachkommen hatten, habe ich zahlreiche einzelne Quintus, Männer und Frauen entdeckt, die ich hier - soweit möglich – nennen will.
Es handelt sich dabei um Personen, die ich den Familien an den bekannten Siedlungsorten der Quintus nicht, bzw. noch nicht zuordnen kann. Sobald eine Identifizierung bzw. sichere Herkunft ermittelt worden ist, werden die Personen selbstverständlich ihren Familien zugeordnet werden.
Da viele Quintus, deren Geburt mir bekannt ist, genealogisch nicht weiter verfolgbar waren, weil sie entweder an einen unbekannten Ort verzogen oder ausgewandert sind, gibt es natürlich hier und dort Entdeckungen von einzelnen Personen der inzwischen groß gewordenen Quintus-Gruppe an verschiedenen unvermuteten Orten in Südeuropa oder der ganzen Welt. Aufgenommen habe ich nur Personen, die nach meiner Meinung zu unserem Clan gehören, also solche, die nachweislich aus der Heimat der Quintus in Österreich / Ungarn stammen.
Jeder einzelne Fund, jede Entdeckung, trägt dazu bei das Bild von unseren Familienangehörigen abzurunden.
Quintus Andreas Baranyabán, 5.5.1752, 39 Jahre alt (54) gefunden in „Deutsche Kolonisten im Komitat Baranya/Ungarn 1688 – 1752 von Ferdinand Hengl Ein geheimnisvoller Fund! Wer ist dieser sehr frühe Quintus in der Baranya? Was war das für eine Ansiedlung? Wo kommt er her? und was ist mit ihm weiterhin geschehen?
Quintus Katharina, rk *(1.01.1789 (sicherlich fiktiv) verstorben 20.01.1829 in Siwatz Wer ist diese sehr frühe Katharina? Tochter von Paul Sv Jakob, oder von Paul Quintus und Angela Wintrich (eine der drei Töchter)? Andere Möglichkeit: aus dem Banat.
Quintus Mathias - geb. ca. 1885, verstorben im Lager Krudija im Dezember 1944 gefunden im Buch "Wukowar" von Hans Schreckeis, Salzburg 1990:
Quintus (Breitwieser) Käthe 6740 Landau-Schützenhof, Teftweg 16 gefunden im Buch "Werbass" von 1973 als "Landsmann" im Bundesgebiet:
Quintus Franz Trauzeuge der Eheschließung Jakob Ziegler/Magdalena Ess am 04.11.1827 in Sellesch/Banat gefunden im Familienbusch Groß-Komlosch (www.banaterheide.de)
Quintus Adam Pate bei der Taufe von Johann Adam Stengler am 15.10.1813 in Groß-Komlosch/Banat gefunden im Familienbusch Groß-Komlosch (www.banaterheide.de)
Quintus Karoly Ethnicity: Hungary German; Place of Residence: Veprod; Age of Arrival: 36y Marital Status: M (married) Registriert auf Ellis Island am 14.02.1905; Ankunft mit dem Schiff „Pannonia“ aus Triest Mit Veprod ist Vepröd = Weprowatz gemeint. Karoly Quintus war im Februar 1905 36 Jahre alt, ebenso wie der am 27.03.1868 in Weprowatz geborene Karl Quintus (We 032). Wenn dieser Karl nicht zurückgekehrt ist, um in Weprowatz weiter zu leben (und 1938 dort zu sterben), handelt es sich um Karoly um einen (noch) unbekannten Quintus.
Quintus Joszef Ethnicity: Hungary German; Place of Residence: Ujfuttak; Age of Arrival: 47y Marital Status: M (married) Registriert auf Ellis Island am 12.12.1905; Ankunft mit dem Schiff „Pannonia“ aus Triest. Mit Ujfuttak ist möglicherweise Ujvidék = Neusatz = Novi Sad gemeint. Damit käme J.Q. aus der Süd-Batschka. Bei der Ankunft war er 47 Jahre alt und verheiratet. Es ist nur ein ca. 1858 geborener Josef Quintus in meinen Unterlagen zu finden: Josef Quintus * 25.02.1858 in Batsch Brestowatz (Brestowatz 001), Sohn des Franz Quintus aus Kula und der Apollonia Gfrörer
Ellis Island - das war für viele Einwanderer die "Insel der Tränen" oder aber das goldene Tor nach Amerika. Rund 17 Mio. Menschen, meist europäischen Ursprungs, kamen von 1892-1924 in diese Einwanderungsstation. So kommt es, dass fast jeder zweite Amerikaner seine Wurzeln bis nach Ellis Island zurückverfolgen könnte.
Erbaut wurden die Gebäude auf der Insel ursprünglich als Befestigungsanlage und als Munitionsdepot. Als 1892 die Bundesregierung die Kontrolle über die Einwandererströme übernahm, erhielt Ellis Island seine neue Funktion. Nach 1917 diente die Insel als Auffanglager und Abfertigungsschalter für Deportierte und politisch Verfolgte. Während des 2. Weltkriegs wurde Ellis Island als Internierungslager für Ausländer (insbesondere Deutsche und Japaner) genutzt.
Um den stetig wachsenden Einwandererstrom einzudämmen, erließ die US-Regierung schließlich Einwandererquoten. Außerdem wurde die Kontrolle der ankommenden Heimatsuchenden direkt auf die Schiffe verlegt. So nahm die Bedeutung von Ellis Island nach 1924 stetig ab, und die Gebäude verfielen mehr und mehr.
Von den zahlreichen Mormonen-Daten, die im Internet (www.ancestry.com) verfügbar sind habe ich nur wenige herausgegriffen. Die meisten Familiendaten weisen auf Niederländische Abstammung hin. Und die Niederlande, insbesondere die Provinz Zeeland und die Region um Groningen sind „Terra incognita“ was die Quintus betrifft. Ob ein Zusammenhang zu unseren Quintus besteht, ist noch nicht geklärt. Jedenfalls sind es recht viele, und zahlreiche sind nach Amerika ausgewandert. Ich gehe davon aus, dass die meisten amerikanischen Quintus aus den Niederlanden stammen. Also bleiben wir bei unseren bewährten Landstrichen.
Da ist einmal eine ganze Familie aus Österreich/Ungarn: Quintus Anton jun. * 21.11.1894 in Autria/Hungary verheiratet mit Matilda Wehri * 26.04.1894 in Haymarsch, ND + 07.07.1973 in Yakima, beerdigt auf dem St.Clemens Cametery, Haymarsch, ND Kinder: Edmund William * 12.04.1919 Dorothy Philomene * 23.08.1920 Norbert P. * 22.02.1924 Gertrude Mary * 24.05.1926 Lucille Gertrude * 15.04.1929 alle in Haymarsch, ND
Dann ist eine Trauung verzeichnet: Quintus Anton * in Semlin, Austria/Hungary heiratet Maria Halwax* 08.03.1903 in Glogon, Austria/Hungary In den Matrikeln von Franztal / Semlin ist ein Anton Quintus, der in den Jahren um 1903 geboren wäre nicht bekannt.
Aus der Datenbank des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.: Quintus Filin, Sturmmann, * 01.08.1897 in Semlin gefallen am 01.03.1943 in Krupa, 12 km außerhalb bei Petrowac F.Q. wurde noch nicht geborgen und auf einen Soldatenfriedhof überführt. Sein Grab befindet sich z.Z. (noch) in Bihac, Bosnien-Herzegowina In den Matrikeln ist F.Q. nicht zu finden; den Vornamen Filin kenne ich nicht
Zum Schluß möchte ich einen kuriosen Fund anfügen, mit dem ich nichts, aber auch gar nichts anzufangen weis: einige Quintus-Familien aus dem 18 JH in Finnland. Wen sie auch nicht mit uns verwandt sein sollten, was äußerst unwahrscheinlich wäre, so sind es doch immerhin Namensvettern. Sie lebten zur gleichen Zeit wie unsere Auswanderervorfahren im Hunsrück.
Vermutlich waren sie ebenso wie diese auch Hirten. Aus der manchmal großen Zeitdifferenz zwischen Geburt und Taufe (deshalb habe ich ausnahmsweise beide Daten aufgeführt) ergibt sich m.E. eine unstete Lebensweise oder schwierige Verkehrsverhältnisse wie z.B. Überschwemmungen oder Unwegsamkeit im Winter.
Auffallend ist der signifikant große Unterschied zwischen dem Familiennamen Quintus und den typisch Finnischen Namen der Ehefrauen, so wie wir sie auch heute noch kennen. Die Vornamen dagegen wirken unauffällig mitteleuropäisch. die Heimat der finnischen Quintus ist ein noch bestehender Ort namens Rantasalmi, wir würden sagen: im Kreis Mikkeli. Das ist der Südosten Finnlands inmitten einer unvorstellbar großen Wasserwelt, dem „Land der Tausend Seen“ (es sind mehr als 30.000!). Rantasalmi liegt an einem Gewässer namens „Hechtsee“.
Der Fund bleibt vorerst isoliert; in den Telefonbüchern oder im Internet finden sich keine Quintus. (Das ist übrigens der Fund, der in der Zeitschrift „Lenz“ erwähnt wurde.)
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